Megatrend Partizipation - Hype oder Paradigmenwechsel?

Erfolgreiche Kommunikation durch mehr Zielgruppenbeteiligung

Dialog, Interaktion und Partizipation sind die neuen Leitplanken im Kommunikationsmanagement. Ob Infrastrukturprojekte, Produktentwicklungen oder interne Veränderungsprozesse – Interessengruppen müssen stärker einbezogen werden, denn ihre Ansprüche haben sich grundlegend geändert: Teilhabe und Mitbestimmung sind neue gesellschaftliche Werte. 

Neue Herausforderung: Partizipative Beteiligungsmodelle

Einseitige Kommunikation führt unweigerlich zu Glaubwürdigkeitsverlusten – und gefährdet den Erfolg von Projekten und Vorhaben. Die aktive Einbeziehung von Zielgruppen ist also die neue strategische Herausforderung. Interaktions- und Dialogmaßnahmen sind fester Bestandteil im Kommunikationsmanagement von CB.e, egal, ob es um interne oder um externe Maßnahmen geht. Wir setzen verstärkt auf partizipative Beteiligungsformen wie Feedback- und Diskussions-Tools, Mitarbeiter-Fokusgruppen oder Kollaborationsmaßnahmen im Intranet. Nahezu alle unserer Kundenprojekte beinhalten Elemente der Mitwirkung. Aus gutem Grund: Vertrauen und Identifikation werden gestärkt, Entscheidungen besser verstanden und akzeptiert und die Kundenbindung wird erhöht. Durch Beteiligung kann das Wissen bestimmter Gruppen gezielt genutzt und Entscheidungen dadurch schneller und erfolgreicher umgesetzt werden. Konflikte können reduziert oder sogar vermieden werden. Langfristig sparen unsere Kunden so Zeit und Geld.

Partizipation birgt aber auch Risiken. Beispielsweise ist der Umfang der Beteiligung nicht immer vorhersehbar. Wir wissen aus Erfahrung, dass Zeit und Ressourcen flexibel geplant werden müssen. Nur so kann im Bedarfsfall schnell reagiert werden, zum Beispiel wenn sich die Anzahl der Personen, die sich einbringen, unerwartet und signifikant erhöht. Hinzu kommt, dass verschiedene Personengruppen teilweise ein stark unterschiedliches Beteiligungsverhalten aufweisen. Wir legen deshalb großen Wert darauf, alle potenziellen Zielgruppen bereits im Vorfeld zu identifizieren und zu analysieren, um entsprechend individuelle Kommunikationsszenarien zu entwickeln und den optimalen Weg der Ansprache zu finden. 

Worauf es ankommt: Transparenz, Klarheit und Verbindlichkeit

Wichtig sind ein realistisches Erwartungsmanagement und eine frühzeitige, kontinuierliche und den einzelnen Zielgruppen angepasste kommunikative Begleitung im Sinne einer Prozesskommunikation. Nichts ist für die Betroffenen frustrierender als ein Beteiligungsprozess mit unklaren Regeln, ohne Feedback, und ohne tatsächlichen Einfluss auf anschließende Entscheidungen. Die Möglichkeiten der Einflussnahme müssen darum transparent kommuniziert werden. Wer Partizipation nur als PR-Kosmetik einsetzt, wird Resignation oder Ablehnung hervorrufen.

Doch genug der Theorie, dies sind zwei Beispiele aus der CB.e Praxis:

Konsultationsbegleitung beim Netzentwicklungsplan Strom
Beim Ausbau der Stromnetze spielt die Bürgerbeteiligung eine wichtige Rolle. CB.e unterstützt die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW seit 2012 auch bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Konsultation zum Netzentwicklungsplan Strom.  Dazu gehört die kommunikative Begleitung, die inhaltliche Auswertung der Stellungnahmen sowie die Entwicklung und Programmierung einer Datenbank für die Erfassung und Bearbeitung der Stellungnahmen sowie für die Veröffentlichung und Verschlagwortung der Beiträge. 

Veränderungskommunikation, die die Mitarbeiter mitnimmt
Im Jahr 2016 wird das Unternehmen 50Hertz seine neue gebaute Unternehmenszentrale beziehen. Mit dem Umzug findet auch ein Kulturwandel statt. CB.e hat eine Vielzahl von partizipativen Maßnahmen entwickelt, damit die Mitarbeiter nicht nur umziehen, sondern auch mitziehen: Ein 60köpfiges Projektteam, das aus der Belegschaft rekrutiert wurde, bringt deren Interessen kontinuierlich ein. Zudem werden die Mitarbeiter abteilungsübergreifend in Arbeitsgruppen aktiv in die Planung einbezogen und können zum Beispiel ihre Teamflächen mitgestalten sowie beim Inneneinrichtungskonzept mitreden.